Artikel wurde aktualisiert am 25.08.20185 Min. Lesedauer


Warum ist Fasten so gesund? Funktionsweise und positive Effekte vom Intervallfasten.


Fasten ist für den menschlichen Körper ein ganz natürlicher Prozess genauso wie das Essen. Seit Urzeiten hat der menschliche Körper sich an vorübergehende Hungerphasen (in der Steinzeit jagen und sammeln) gewöhnt und ist dabei dennoch leistungsfähig.

Das Fasten stößt im Körper heilsame Prozesse an. Der bewusste Nahrungsentzug über einen Zeitraum von mehr als 12 – 14 Stunden am Stück wirkt auf den menschlichen Körper verjüngend und regenerierend. Gesundheitsfördernd wirkt das Fasten leider erst ab der 12 Stunde, deshalb sollte die Fastenphase möglichst lange andauern. Demzufolge ist die Intervallfastenphase 18:6 (18-stündiger Nahrungsverzicht) auch besser als 16:8 (16-stündiger Nahrungsverzicht).

Fasten ist ein heilsamer Schock für den Körper, der Kaskaden von biochemischen Reaktionen auslöst. Es werden spezielle Reinigungsmechanismen angeregt: sozusagen die Müllabfuhr und das Recyclingsystem der Zellen. Fasten hemmt nachweislich Entzündungen und senkt hohen Blutdruck. Forschungen zeigen, selbst bei einigen Krebsleiden kann Fasten helfen. Experimente in der Fastenforschung haben gezeigt: Beim Fasten werden Alters- und Krebsgene in der Erbsubstanz ruhig gestellt.

“Sollte eine Zelle zu sehr geschädigt sein, ist Intervallfasten dazu in der Lage, diese Zelle in den “kontrollierten Selbstmord” zu führen, sodass sie kein Unheil mehr anrichten kann – etwa als Krebszelle. Diese Zellen – deren Ziel es ist, unsterblich zu sein und sich unendlich auszubreiten – werden durch die beim Fastenstoffwechsel gebildeten “Ketone” in den Hungertod getrieben.” (Quelle: Dr. med. Petra Bracht)

Fasten steigert Durchblutung und Stoffwechsel des Fettgewebes. Vor allem unter der Haut und am Bauch öffnen die Fettzellen zuerst ihre Schleusen. Da Fettmoleküle die Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen können, werden sie beim Fasten zu energiereichen Ketonen umgewandelt. Diese gelten als Jungbrunnen für das Hirn.

Was unterscheidet Fasten von einer Diät?
Im Gegensatz zu Diäten steht beim Fasten nicht die Gewichtsabnahme im Vordergrund, sondern es geht in erster Linie um Entgiftung, Ausscheidung und Regnerationen. Außerdem ist der physiologische Unterschied zwischen Nahrungsverzicht und Diät groß. Beim Fasten stellt der Körper schnell auf die Fettverbrennung um. Als Energiequelle verwendet hierbei der Körper nicht mehr Zucker als Energiequelle, sondern sogenannte Ketone. Dieser spezielle “Fasten-Stoffwechsel” hat zahlreiche bemerkenswerte Effekte und wirkt sich unter anderem positiv auf unser Gehirn durch Neubildung von Gehirnzellen aus. Diäten hingegen sind meist eine Mangelernährung, weil dem Körper bestimmte Nahrungsmittel vorenthalten werden.

Quelle: GEO Magazin Nr. 03/16 – Warum Fasten so gesund ist?


Welche erhöhte Gesundheitsrisiken bestehen durch ständiges Essen ohne Fastenphasen?
Der menschliche Körper kann sehr gut mit wechselnden Phasen zwischen Hunger und Essen umgehen. Er kann hingegen schlecht damit umgehen regelmäßig zu essen und im schlimmsten Fall regelmäßig zu viel zu essen. Heute essen die meisten Menschen ständig (Snacks, Süßigkeiten, Chips, Lieferservice, Essen to go etc.) – Auf die falsche Ernährungsweise sind heute viele Volkskranheiten zurückzuführen.

– Zuckerkrankheit
– Bluthochdruck
– Herz-Kreislauf-Erkrankungen
– viele Krebserkrankungen
– Demenz / Parkinson


Intervallfasten Anwendungsmethoden (intermittierendes fasten)

Während des Fasten darf man nichts zu sich nehmen, was Kalorien hat. Aufgenommene Kalorien lösen eine Reaktion im Körper aus, welche das Fasten beenden. Was darf ich während des Fastens zu mir nehmen? Wasser und alle Arten von Tee: Schwarz-, Kräuter- oder Gewürztee. Auch gegen Kaffee ist nichts einzuwenden, solange dieser ohne Zucker und Milch konsumiert wird. Auf künstliche Süßstoffe sollte man dabei besser verzichten: Sie sind zwar kalorienfrei, aber Studien legen nahe, dass sie das Abnehmen eher behindern.

Das Intervallfasten muss man zeitlich nicht begrenzen. Man kann es solange durchführen, wie man möchte. Aufgrund der gesundheitsfördernden Wirkung am besten ein Leben lang.

16/8 Intervallfastenmethode
16-stündiger Nahrungsverzicht. Es wird dabei lediglich das Frühstück oder Abendessen als Mahlzeit ausgelassen. Beim 16-stündigen Nahrungsverzicht beträgt das Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme z.B. 12.00 Uhr – 20.00 Uhr.

18/6 Intervallfastenmethode
18-stündiger Nahrungsverzicht. Es wird dabei lediglich das Frühstück oder Abendessen als Mahlzeit ausgelassen. Beim 18-stündigen Nahrungsverzicht beträgt das Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme z.B. 12.00 Uhr – 18.00 Uhr.

20/4 Intervallfastenmethode
20-stündiger Nahrungsverzicht. Es werden dabei zwei Mahlzeiten ausgelassen. Beim 20-stündigen Nahrungsverzicht beträgt das Zeitfenster für die Nahrungsaufnahme z.B. 16.00 Uhr – 20.00 Uhr.

1:6 Intervallfastenmethode
Ein Tag fasten und die anderen Tage normal essen.

2:5 Intervallfastenmethode
Zwei Tage fasten und die anderen Tage normal essen.

Erfahrungsbericht 1 Jahr Fastenmethode 2:5 (Zwei Tage Fasten pro Woche)
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/intervallfasten-ein-jahr-5-2-fasten-erfahrungsbericht-a-1190971.html

meinbauch.net – Intervallfasten
Es werden die unterschiedliche Methoden beim Intervallfasten besprochen. Außerdem gibt es auf der Seite einen Kalorienbedarfrechner, der folgende Parameter berücksichtigt: Geschlecht, Alter, Körpergröße, aktuelles Körpergewicht, Trainingsziel: Muskelaufbau, Muskeldefinition, Gewicht verlieren, Gewicht halten / Körperliche Aktivität: sitzend, sitzend und gehend, stehend und gehend, körperliche Arbeit / Training pro Woche mit Wahlmöglichkeit 0 – 7; Am Ende des Beitrags sind Kommentare und Erfahrungsberichte von Teilnehmern des Intervallfastenprogramms zu finden.


Intervallfasten aus Sicht des Profitrainers “Coach Burak” für Kraftsport