Der Apfel ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 23 Kilo (Stand 2015) jährlich die beliebteste Obstsorte in Deutschland. Neben dem Verzehr von Tafeläpfeln ist hier auch der Konsum von Apfelsaft, Apfelmus, Apfelchips etc. miteingerechnet. Wer täglich ein bis zwei Bio-Äpfel als Tafelobst verzehrt, tut seinem Körper und seiner Gesundheit dauerhaft etwas Gutes.


Äpfel schützen durch Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) und Pektine (Ballaststoffe) vor Krebs, regen die Verdauung an und beugen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Auch eine präventive Wirkung vor Demenz und Alzheimer wird Äpfeln nachgesagt. Darüber hinaus enthalten Äpfel viele wichtige Nähr- und Mineralstoffe sowie Vitamine.


Der im Apfel enthaltene Wirkstoff Quercetin erhöht die Gedächtnisleistung und wirkt vorbeugend gegen Demenz und Alzheimer. Durch den Pflanzenstoff Quercetin werden außerdem freie Radikale (aggressive Sauerstoffverbindungen) abgefangen, die bei einer zu hohen Konzentration Zellen schädigen und ein Krebsrisiko darstellen. Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln mit Schale schützt präventiv vor Krebs (insbesondere vor Dickdarmkrebs).

Äpfel mit Schale wirken zudem entgiftend und fördern eine gesunde Darmflora. Hauptwirkstoffe dafür sind Ballaststoffe wie Pektine (wasserlösliche Ballaststoffe) und Zellulose (wasserunlösliche Ballaststoffe). Beide kommen in hoher Konzentration in der Apfelschale vor. Ballaststoffe wirken positiv auf die Darmfunktionen: Vergrößern das Stuhlvolumen, sorgen für eine weiche Stuhlkonsistenz und verkürzen die Darmpassagezeit. Die Pektine helfen Schwermetalle und andere Gifte im Darm zu binden. Außerdem sorgen die Pektine im Apfel für eine langsamere Aufnahme von Zucker im Darm. Dadurch wird verhindert, dass der Blutzuckerspiegel zu schnell ansteigt. Gleichzeitig senken Pektine den Cholesterinspiegel und beugen Diabetes sowie Herz-Kreislauferkrankungen vor.

Apfelsäure senkt den Harnsäurespiegel im Blut: Äpfel sorgen für eine gesunde Verdauung, gelten als hilfreich bei Gicht, Rheuma, Übergewicht, Hautekzemen.

Die enthaltene Vitamine C und E sowie Folsäure helfen beim Stress-Abbau, lindern Kopfschmerzen und stärken die Immunabwehr. Darüber hinaus enthalten Äpfel wichtige Nähr- und Mineralstoffe: Eisen, Phosphor, Kalzium, Magnesium sowie die Vitamine C, E, B1 und B2.

Beliebte Apfelsorten:

  • Elstar: Saftig, aromatisch, süßlich. Reif ab Anfang September

  • Braeburn: Säuerlich, sehr aromatischer Apfel aus Neuseeland. Viel Vitamin C! – Geerntet ab Mitte Oktober, genussreif ab November

  • Golden Delicious: Süß und knackfrisch. Lässt sich gut lagern. Reif ab Anfang Oktober, hält sich bis Juli.

  • Jonagold: Formfaktor groß, Geschmack: süß-säuerlich, saftig und aromatisch. Apfel stammt aus den USA. Enthält viel Vitman C! Reif im Oktober.

  • Gala: Klein süß und mild. Gut lagerfähig. Reif Mitte bis Ende September.


Verzehrhinweis:
Als Saft haben Äpfel keine Ballaststoffe und sogar noch mehr Kalorien wie süße Limonade.

Geschälte Äpfel haben nur noch halb so viele Ballaststoffe, Vitamin C und Eisen. Deshalb Äpfel besser mit Schale (gewaschen) und in Bioqualität essen.

Der Pestizideinsatz bei Äpfel pro Saison beträgt bis zu 31 Mal. Die Apfelsaison hat nur 24 Wochen (sechs Monate). Bioware ist daher sehr zu empfehlen.

Äpfel Aufbewahrung: Äpfel sollten immer kühl gelagert werden. Sie können im Kühlschrank bis zu sechs Wochen aufbewahrt werden.


https://www.bild.de/ratgeber/2015/apfel/gesunde-fakten-ueber-das-lieblingsobst-der-deutschen-42232560.bild.html
https://reizdarm.one/ernaehrung/ballaststoffe/

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